Glossar

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Ledersandalen

Ledersandalen

Schon die Völker der Antike wie Griechen, Ägypter und Römer schätzten den Tragekomfort von Sandalen, welche aus Gräsern oder Tierhäuten angefertigt wurden. Letztere zeichneten sich durch eine bessere Lebensdauer aus und seither sind Ledersandalen in den tropischen und subtropischen Klimazonen der Erde das wohl weitverbreitetste Schuhwerk überhaupt. In gemäßigten Klimazonen sind offene Schuhe in der kalten Jahreszeit recht unpraktisch, aber sobald es die Temperaturen zulassen dürfen sich auch die Füße eines Mitteleuropäers an dem unschlagbaren Tragekomfort von Ledersandalen erfreuen. Ein Schuhwerk, bei dem eine stabile Sohle mittels Gurten oder Riemen auf dem Fußrücken befestigt wird, bezeichnet man als Sandalen. Je nach Gusto der Sandalenträger war die Sohle glatt oder auch mit Absatz versehen. Die Sandalen der römischen Legionäre und auch der Gladiatoren wiesen eine stabile, dornentrittsichere Lederbesohlung auf und waren mit breiten Lederstreifen befestigt, sie galten als die praktischste, militärische Fußbekleidung ihrer Zeit. Diese, auch Caliga genannten Ledersandalen, waren in den kurzen, kriegsfreien Phasen der antiken Römer neben Waffen und Wein eines der begehrtesten Handelsgüter des römischen Imperiums und fanden durch Kaufleute zur See Verbreitung bis weit nach Afrika und Asien hinein. Sie dienen den meisten Sandalenherstellern auch heute noch als Vorbild für Ledersandalen, welche als bequemster Sommerschuhe seine Beliebtheit vor allem in anderen Vorzügen als jene militärischen begründet. Aus dermatologischer Sicht haben Ledersandalen den unschätzbaren Vorteil hoch atmungsaktiv zu sein, der Fuß transpiriert ganz normal weiter, aber die Feuchtigkeit kann wegen der guten Belüftung verdunsten und das verhindert Hautkrankheiten. Orthopäden, ja fast alle Ärzte und Profis im Gesundheitswesen haben Sandalen zu einem nicht mehr wegzudenkenden Bestandteil ihrer Berufskleidung erkoren. Ledersandalen der moderneren Art berücksichtigen neben nassfesten Sohlen natürlich auch aktuellere Befestigungstechniken als die bloße Verschnürung mit Riemchen, Klettverschlüsse oder Schnallen haben sich da vorwiegend durchgesetzt. Fußbetten sind nach orthopädischen Kriterien optimiert worden und nun noch mehr Tragekomfort.